Industriestandort in Gefahr?

E-Mobilität

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Die politische Treibjagd auf „Verbrenner“ geht unvermindert weiter. Nochmals verschärfte CO2-Abgaswerte der EU gefährden unseren Industriestandort. So erklärten BMW und Daimler bereits, dass sie den Bau von Verbrennungsmotoren nach China verlagern. E-Mobilität wird zum politischen Muss. Die noch geringe Nachfrage wird mit Subventionen angekurbelt. Damit gibt Deutschland nach der Kernkraft einen weiteren Technologievorsprung auf. Doch der Widerstand dagegen ist in der Corona-Krise offensichtlich erlahmt. Tesla steht bereits in der Tür und auch chinesische Hersteller werden nicht lange auf sich warten lassen. Wie ist also der aktuelle Stand in der E-Mobilität?

Zulassungszahlen

Wie das Kraftfahrt-Bundesamt meldet, wurden 2020 über 194.000 reine Elektroautos und über 200.000 Plug-in-Hybride zugelassen. Der Trend geht nach oben.

Rechnen sich E-Autos?

Elektroautos sind in der Anschaffung noch teurer als moderne Dieselfahrzeuge. Die Betriebskosten können jedoch günstiger sein, wie eine Analyse in der Welt am Sonntag zeigt.

  • Kaufpreis: E-Autos kosten deutlich mehr als klassische Verbrenner, da sie noch in geringer Stückzahl produziert werden. Durch attraktive Kaufprämien verringert sich aber der Kostennachteil. So fördert der Bund mit einem Umweltbonus 6.000 Euro, den viele Hersteller noch weiter aufstocken.
  • Werkstatt: Ölwechsel und Abgasuntersuchungen fallen bei E-Autos weg. Auch die Zahl der Inspektionen reduziert sich, da E-Motoren nicht so komplex sind. Bremsen halten sehr lange. Zudem können Software-Updates zur Behebung von Funktionsstörungen digital über Nacht und die Luft (over-the-air) erfolgen.
  • Treibstoff: Ob man pro km beim Verbrenner oder E-Auto mehr bezahlt, muss man im Einzelfall prüfen. Aktuell und wohl noch auf Jahre wird jedoch die geringe Dichte an Ladestationen einen impliziten Preis erfordern. Das Stromtanken ist unsicherer und dauert länger. Bei Langstrecken ist das noch ausschlaggebend.
  • Steuern: Die zehnjährige Steuerbefreiung von E-Autos ist nicht zu toppen.
  • Versicherung: Einige Versicherungen bieten für E-Autos bereits 20 Prozent Rabatt. Die Prämienhöhe richtet sich aber generell nach Typenklasse, Region und Schadensfreiheitsklasse des Fahrers.

Öko-Illusion E-Mobilität?

Aus ökonomischen Gründen lohnen sich E-Autos daher immer mehr. Auch ihr Wiederverkaufswert dürfte stabil sein. Ob E-Autos ökologisch vorteilhafter sind, darüber gibt es zunehmend Debatten.

  • E-Autos verbrauchen zwar bei der Fahrt kein CO2 und verursachen keinen Lärm mehr, dafür sind die Umweltsünden bei der Herstellung und Entsorgung von Batterien enorm. Experten schätzen, dass der CO2-Verbrauch bei der Herstellung von Batterien so groß ist, dass damit moderne Dieselautos 150.000 km klimafreundlicher fahren könnten.
  • Zudem werden für die Batterieproduktion seltene Erden benötigt, die unter harten Bedingungen und mit großen Umweltschäden abgebaut werden. China verfügt übrigens über die größten Vorkommen an seltenen Erden. E-Mobilität ist daher für China ein lohnendes Geschäft, als Rohstofflieferant und Hersteller.
  • Auch das Aufladen von Batterien ist eine Öko-Illusion. Umweltfreundlich wären E-Autos nur, wenn der Ladestrom selbst ökologisch wäre. Das wird in Deutschland auf Jahre nicht der Fall sein. Im Gegenteil, wir importieren zunehmend Atomstrom aus Frankreich und Kohlestrom aus Polen. Zudem sind die Stromkapazitäten in Deutschland begrenzt. Die Versorgungslage wird durch die Energiewende immer instabiler.

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