Verbot von Ölheizungen

Das neue Gebäudeenergiegesetz

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Am 1.11.2020 ist das neue Gebäudeenergiegesetz in Kraft getreten. Es löst die alten Verordnungen wie das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) ab, und führt sie in dem neuen Gesetz zusammen. Das Gebäudeenergiegesetz schafft neue Regeln für die energetischen Anforderungen an Neubauten, an Bestandsgebäuden und an den Einsatz erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteversorgung von Gebäuden. Es gilt für alle Bauvorhaben, für die ab dem 1.11.2020 ein Bauantrag bzw. eine Bauanzeige gestellt wird. Bei nicht genehmigungspflichtigen Sanierungen gilt der Zeitpunkt des Bauausführungsbeginns. Nachfolgend erhalten Sie einen Überblick über die relevanten Änderungen.

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Neu ist die Innovationsklausel. Sie sieht die Bildung von Quartieren vor, in denen nicht mehr jedes einzelne Gebäude den Energieanforderungen entsprechen muss. Es reicht aus, wenn in der Nachbarschaft genügend andere energieeffiziente Häuser stehen. Durch die Nachverdichtung mit neuen energieeffizienten Gebäuden können in Zukunft auch in Quartieren mit vielen Altbauten die Energieverbrauchswerte eingehalten werden. Ferner sieht die Klausel bis zum Jahr 2023 ein Umstieg von der Kenngröße Primärenergie auf Treibhausgase vor.  

Der Förderdeckel für Solaranlagen mit 52 Gigawatt Leistung ist aufgehoben. Die Ökostrom-Umlage fördert auch zukünftig neue Solaranlagen.  

Klimaanlagen dürfen stichprobenartig inspiziert werden, wenn sie im Leistungsbereich von 12 bis 70 Kilowatt liegen und mehr als zehn in einem Gebäude betrieben werden (z. B. Büro oder Einzelhandel).

Beim Verkauf oder umfangreichen Sanierungen von Ein- oder Zweifamilienhäusern müssen Energieberatungen durchgeführt werden.  

Ölheizungen dürfen ab dem Jahr 2026 nicht mehr eingebaut werden. Gas- und Ölheizkessel, die nach 1991 eingebaut wurden, dürfen nur 30 Jahre lang betrieben werden. Heizkessel, die vor 1991 eingebaut wurden, dürfen ab 2026 nicht mehr betrieben werden. Ausnahmen gelten, sofern das Haus nicht mit Gas oder Fernwärme versorgt oder die Heizung nicht mit erneuerbaren Energien betrieben werden kann.

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