Wenn Autos Emotionen erkennen

Fahrzeug-Assistenzsysteme

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Die EU hat Ende März neue Sicherheitsstandards für Kraftfahrzeuge erlassen. Ab 2022 sollen damit bis zu 30 Assistenzsysteme Pflicht für Neufahrzeuge werden. Viele dieser Fahrhilfen sind in teuren Fahrzeugen bereits Standard. Das politische Ziel dahinter ist die Reduzierung der Unfalltoten und -verletzten. Assistenzsysteme sind aber auch Voraussetzung, um die chaotische Verkehrslage in den Griff zu kriegen und das Autonome Fahren zu ermöglichen.

Emotionserkennung

Der neueste Clou in der Forschung sind Assistenzsysteme, die über Sensoren nicht nur die Umgebung im Straßenverkehr messen, sondern auch über Gehirnströme (EEG) den individuellen emotionalen Zustand der Insassen (z. B. Angst). Sie sollen darauf reagieren und zum Wohlfühlklima im Fahrzeug beitragen. Das autonome Fahrzeug soll zum perfekten Chauffeur werden.

Klassische Assistenzsysteme

  • Intelligente Tempomaten erkennen Tempolimits anhand von Verkehrszeichen und digitalen Straßenkarten und können eigenständig die Geschwindigkeit drosseln. Wer sein Assistenzsystem ignoriert, muss bei Unfällen mit dem Wegfall des Versicherungsschutzes rechnen.
  • Der adaptive Tempomat erkennt wie schnell der Vordermann unterwegs ist und steuert Gas und Bremse, um eine definierte Distanz zu halten.
  • Der Einparkassistent vermisst über Ultraschall- und Radarsensoren oder eine Rückfahrkamera eine Parkbucht und lenkt das Fahrzeug automatisch in die Lücke.
  • Die Unfallerkennung bereitet die Autoinsassen bestmöglich auf den Aufprall vor: Gurte werden gestrafft, der Bremsdruck wird erhöht und offene Fenster werden schnellstmöglich geschlossen.
  • Der Totwinkelassistent entlastet den Fahrer – über eine optische Warnung und/oder einen Signalton – vom Blick in den Spiegel und über die Schulter.
  • Spurhalteassistenten alarmieren den Fahrer, wenn er über Markierungen fährt. Schon vor dem Überfahren einer Spur kann ein Spurhalteassistent lenkend oder bremsend das Abkommen des Autos von der Fahrbahn verhindern.
  • Die Müdigkeitserkennung stellt mit Hilfe von Videoüberwachung, Mikrofonen oder Erfassung der Lenkkorrekturen Müdigkeit fest und setzt entsprechende Warnsignale. Als führend auf diesem Gebiet gilt das US-Startup Affecta.
  • Der Fernlichtassistent aktiviert das Fernlicht automatisch, sobald es die Verkehrs- und Umgebungsbedingungen zulassen. Das intelligente Dauerfernlicht blendet entgegenkommende Verkehrsteilnehmer aus dem Lichtkegel aus, um sie nicht zu blenden.
  • Der Nachtsichtassistent bildet durch Wärmebild- oder Infrarotkamera Personen vor dem Auto in einem Display ab. Problem: Blickabwendung auf Display. Besser: fortschrittlicher Fernlichtassistent, der Personen mit Lichtpunkten markiert.
  • Der Verkehrszeichenassistent erkennt über Video- und GPS-System Verkehrszeichen und blendet die Symbole im Display ein. Der Assistent hilft Geschwindigkeitsbegrenzungen einzuhalten beziehungsweise Strafen und Punkte zu vermeiden.

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