So funktioniert die neue Arbeitswelt

Trend Homeoffice

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Homeoffice und Videokonferenzen erleben in der Corona-Krise einen Boom. Nach einer repräsentativen Befragung von Immowelt.de arbeiten bereits aktuell 55 Prozent der rund 1.000 Befragten im Homeoffice, davon 30 Prozent das erste Mal. Von den Probanden haben immerhin 42 Prozent ein geschlossenes Arbeitszimmer, 33 Prozent haben eine Arbeitsplatzecke in der Wohnung (z. B. im Wohnzimmer), 13 Prozent improvisieren am Küchen- und Esstisch, drei Prozent wechseln regelmäßig den Ort in der Wohnung und drei Prozent arbeiten vom Sofa aus.

Was Arbeitgeber tun können

  • Technik: Zunächst ist es wichtig, dass die technische Ausstattung mit Laptop, Internet, Telefon und sicherem Zugriff auf die Unternehmensdaten möglich ist. Dabei darf die IT- und Datensicherheit nicht verletzt werden. Es sollten auf keinen Fall private Geräte für dienstliche Zwecke genutzt werden. Nur firmeneigene Geräte, die auf IT-Sicherheitsstandards geprüft wurden, können die IT- und Datensicherheit gewährleisten. Der Zugriff auf Firmennetzwerke darf nur über gesicherte Verbindungen erfolgen. Der Datenaustausch darf nur über verschlüsselte und abgesicherte Wege geschehen.  
  • Videokonferenzen: Zur Gruppenkommunikation sind Videokonferenzen notwendig. Die US-amerikanische Plattform Zoom ist dafür mittlerweile angesagt, ist aber durch Datenschutzprobleme ins Gerede gekommen. Andere Plattformen wie Teams (Microsoft), TeamViewer oder GoToMeeting kosten Geld. Für Videokonferenzen reichen Laptop mit Kamera und Mikro aus. Für spezielle Konferenzräume gibt es auch große Bildschirme und spezielle Ausstattungen bis hin zu Virtual-Reality-Brillen. 
  • Kommunikationsregeln: Homeoffice erfordert Disziplin, Tagesstruktur und Kommunikationsregeln. Damit Homeoffice gut klappt, brauchen Mitarbeiter klare Strukturen und Zielsetzungen. Regelmäßige Telefonate oder Videokonferenzen am Morgen und am Nachmittag sind wichtig, um Aufgaben zu besprechen, neue Ziele zu setzen und den Tag Revue passieren zu lassen. Konstruktives Feed-Back ist jetzt gefragt, damit die Mitarbeitenden im Homeoffice das Gefühl haben, dass ihre Leistungen geschätzt werden, auch wenn sie von zu Hause arbeiten. Wichtige Informationen müssen an jede Person kommuniziert werden. Führungskräfte sollten jetzt zusätzlich Druck vermeiden, da einige Mitarbeitenden in der momentanen Situation sich um die eigene Gesundheit sorgen oder aufgrund mangelnder Kinderbetreuung nicht die volle Leistung erbringen können.     

Was passiert nach Corona?

Corona wird uns noch einige Zeit begleiten, aber hoffentlich nicht mehr lange. Gleichwohl wird die Büro- und Arbeitswelt nach der Krise anders aussehen. Das Digitale und Flexible erleben gerade den großen Durchbruch. Für Arbeitgeber ergeben sich durch Homeoffice, Videokonferenzen und neue Lernmethoden mittelfristig Kostenvorteile. Auch viele Mitarbeitenden sind auf den Geschmack gekommen. Um den sozialen Austausch zu fördern, könnte sich ein Mix durchsetzen, z. B. drei Tage Büro und zwei Tage Homeoffice.

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