14.05.2019

New Work als Erfolgsgarant?

Die neue Welt der Arbeit

Grünhof, Freiburg | Architektur: OAI Haller Architekten | Innenarchitektur/Planung: Grünhof/Vitra/Partner AG © Christoph Duepper

Alles spricht über New Work. Jüngst benannte sich die deutsche Xing SE sogar in New Work SE um. Hat der Hype den Höhepunkt überschritten? Ist New Work nur für Start-ups, hippe Coworking-Spaces und kreative Unternehmen im Silicon Valley relevant? Oder ist das Thema ein Muss auch für deutsche Mittelständler? Wir begleiten die Entwicklung seit über 20 Jahren und stellen fest: Gerade Mittelständler gehören zu den Motoren der Veränderungen in der Arbeitswelt, die wir gerade erleben.

Noch vor zehn Jahren erschien die klassische Unternehmenszentrale als Auslaufmodell. Experten sagten das virtuelle Unternehmen voraus, dessen Mitarbeiter im Homeoffice sitzen. Heute erleben wir den gegenläufigen Trend. Die Menschen suchen das Büro als Ort der Kommunikation und Identifikation. Gerade junge Menschen legen Wert auf eine Arbeitsumgebung, in der man sich wohlfühlt. Man spricht von einer Renaissance der Corporate Headquarter. Die aber sehen grundlegend anders aus als die klassischen Zentralen mit langen Gängen, hierarchischer Staffelung und abgeschirmtem Vorstand. Die neue Welt der Arbeit setzt auf kurze Wege, offene Strukturen und neue Arbeitsweisen. Viele Mahner erinnern jedoch an das klassische Großraumbüro: Die offenen Bürolandschaften böten zu viel Ablenkung und würden konzentriertes Arbeiten unmöglich machen.

Ist das flexible Open Space-Büro ein Muss und Allheilmittel für deutsche Unternehmen? Oder ist es modisches Teufelszeug? Die ersten Open Space-Büros, die wir realisiert haben, sind knapp 20 Jahre alt. Wenn wir in „unsere“ Projekte kommen, stellen wir fest: Die Mitarbeiter und Entscheider können sich eine Rückkehr in die alten, klassischen Büroumgebungen kaum vorstellen. Sie fühlen sich wohler, arbeiten produktiver und können schneller auf Veränderungen reagieren. Der entscheidende Nutzen für das Unternehmen liegt vor allem in den Auswirkungen auf die Unternehmenskultur. Teams arbeiten kommunikativer, kreativer, agiler. Das Unternehmen wird innovativer. Allerdings ist nicht jedes großzügige Büro eine funktionierende New Work-Umgebung. Denn gerade weil es um menschliche Bedürfnisse geht, müssen diese Arbeitswelten etwa eine überzeugende Akustik bieten. Ausreichend Rückzugszonen sind ebenfalls ein Erfolgskriterium. Werden diese Eckpunkte in der Planung vergessen, kann ein New Work-Office nicht „funktionieren“. Der Prozess hin zur neuen, produktiveren Arbeitsumgebung verlangt zudem eine neue Unternehmenskultur mit neuen Regeln. Erst die Kombination aus gebautem Arbeitsumfeld und gelebter Kultur ergibt New Work!

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