06.02.2020

Neue Studie zeigt jüngste Entwicklungen

Immobilien in Deutschland

©marcus_hofmann - stock.adobe

Immobilien boomen und boomen in Deutschland. Investoren, denen Anlagealternativen beim derzeit niedrigen Zinsniveau fehlen, und private Selbstnutzer treiben die Immobilienpreise. Doch die Situation ist nicht in allen Regionen gleich. Die neue Studie „Wohnen in Deutschland 2019“, die das Institut der Deutschen Wirtschaft und das Institut für Demoskopie Allensbach erstellt hat, zeigt hierzu einige interessante Fakten und Trends.

Investitionsvolumen

Im Jahr 2018 wurden im Durchschnitt 264.000 Euro für eine Immobilie ausgegeben. Das entspricht dem 5,6 fachen Jahreshaushaltsnettoeinkommen. Die durchschnittliche Darlehenshöhe beträgt 214.000 Euro. Im Schnitt zahlen die Käufer heute 72.500 Euro weniger Zinsen als vor zehn Jahren. Für 264.000 Euro erhielten die Käufer im Durchschnitt eine Wohnfläche von 111 qm. Dabei sind die Wohnflächen in den Großstädten in der Regel kleiner als 80 qm. Rund 84 Prozent der Regionen in Deutschland sind bezahlbar.

Kaufen oder Mieten

Rund 63 Prozent der Bürger in Deutschland vertreten die Auffassung, dass sich Wohneigentum lohnt. Jeder dritte Mieter unter 50 Jahren plant den Kauf einer Wohnimmobilie in den nächsten Jahren. Eigentümer sind häufiger mit ihrer Wohnsituation zufrieden als Mieter. Die häufigsten Gründe für den Kauf einer Wohnimmobilie sind die Altersversorgung, Schutz vor Mieterhöhung und der Wunsch nach den eigenen vier Wänden. Die häufigsten Gründe für die Miete sind der Wunsch nach Flexibilität, Angst vor finanziellen Verpflichtungen und Wertverlust.

Immobilienbesitzer

In Deutschland leben nur 47 Prozent der Bewohner in einem Eigenheim. Wir sind damit das Schlusslicht in Europa. Bei Immobilieneigentümern gilt: je höher das Einkommen, desto höher ist die Eigentumsquote. Auf dem Land ist die Eigentumsquote höher als in der Stadt.

Regionale Preisunterschiede

Immobilienkäufer müssen im Durchschnitt 2.400 Euro pro qm investieren. Es besteht ein starkes Preisgefälle zwischen Nord und Süd sowie Ost und West. Überdurchschnittlich teuer sind Immobilien in Hamburg, Hessen, Baden-Württemberg, Bayern und Berlin. Die sieben teuersten Großstädte sind Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Köln, Frankfurt, Stuttgart, München. Dabei ist München der Spitzenreiter. Käufer müssen dort mit 6.800 Euro pro qm fast doppelt so viel zahlen wie in Berlin, Köln oder Düsseldorf.

Preisanstieg

In 99 Prozent aller deutschen Regionen sind die Preise in den vergangenen 15 Jahren stabil geblieben oder gestiegen. Die teuersten Städte und Regionen sind auch die dynamischsten. An der Spitze steht Berlin mit einer Preissteigerung von 128 Prozent, gefolgt von München mit 116 Prozent und dem Landkreis München mit 117 Prozent. Insgesamt sind die Preise in den Städten doppelt so stark gestiegen wie auf dem Land.

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