30.01.2020

Schub durch das Klimaschutzprogramm 2030?

Elektromobilität in Unternehmen

© Edler von Rabenstein - stock.adobe

Die Bundesregierung hat nach langen Diskussionen im Herbst 2019 das neue Klimaschutzprogramm 2030 auf den Weg gebracht. Ein Bestandteil davon ist die Förderung der Elektromobilität. Für Unternehmen ist es empfehlenswert, sich damit zu beschäftigen. Zum einen muss das Thema „Nachhaltigkeit“ Teil einer modernen Unternehmenspolitik werden. Zum anderen sind die Förderanreize für die Umstellung auf Elektromobilität hoch.

Elektroautos

Knapp 90.000 Elektroautos sind in Deutschland zugelassen. Das ist noch nicht viel, wenn man das mit der Gesamtzahl von 65 Millionen Autos in Deutschland oder mit 40 Prozent Elektroanteil in Skandinavien vergleicht. Bei Elektroautos gibt es drei Varianten:

  • Beim reinen Hybridfahrzeug gibt es keine Möglichkeit, die eingebaute Batterie über einen Stecker extern aufzuladen. Der eingebaute Akku wird stattdessen durch die z. B. in Wärme umgewandelte Energie beim Bremsen aufgeladen. Die E-Reichweite liegt aber nur bei wenigen Kilometern. Dieser kombinierte Antrieb wird bei einigen Herstellern zum Standard bei Verbrennungsmodellen.
  • Bei sogenannten Plug-in-Hybriden hat der E-Motor eine Reichweite von je nach Hersteller bis zu 100 Kilometern und kann von außen aufgeladen werden. Im Stadtverkehr fährt man mit diesem Modelltyp rein elektrisch und umweltschonend. Bei längeren Strecken schaltet sich der Verbrennungsmotor hinzu.
  • Prototyp des reinen Elektrofahrzeugs ist Tesla mit Reichweiten über 400 Kilometer und einem eigenen Netz von Schnellladestationen. Deutsche Autohersteller haben nun auch einige reine Elektrofahrzeuge auf den Markt gebracht.

Nachteile und Vorbehalte

Die Vorteile der klassischen Verbrennungsmotoren wie niedrigere Preise, geringeres Gewicht, mehr Platz im Kofferraum sowie größere Reichweite und dichtes Tankstellennetz haben den Absatz von E-Autos in Deutschland bisher gebremst. Auch der Umweltvorteil von E-Autos hat noch nicht die Wende gebracht. Zu teuer und zu wenige Ladestationen sind häufig genannte Nachteile. Hinzu kommt, dass zur Batterieproduktion seltene Rohstoffe und viel Strom eingesetzt werden. Auch die weltweite Entsorgung der Batterien ist noch ein ungelöstes Problem. Die Brennstoffzelle, also der Antrieb mit Wasserstoff, ist daher noch nicht vom Tisch. Es gibt bereits Prototypen. Die Marktreife ist jedoch noch nicht gegeben.

Förderprogramme und Steuervorteile

Im Rahmen des neuen Klimapaketes der Bundesregierung wird der Umweltbonus für reine E-Fahrzeuge von 4.000 auf 6.000 Euro und für Plug-in-Hybride von 3.000 auf 4.500 Euro heraufgesetzt. Der Nettolistenpreis darf dabei jedoch 40.000 Euro nicht übersteigen. Bei einem Nettolistenpreis von 40.000 bis 65.000 Euro erhöht sich der Umweltbonus auf 5.000 Euro (reine E-Autos) und 3.750 Euro (Plug-in-Hybride). Wie bisher wird der Umweltbonus zu je 50 Prozent von den Herstellern und der Bundesregierung finanziert. Einige Bundesländer wie NRW bieten zusätzliche Fördergelder, z. B. für private und betriebliche Ladestationen.

Hinzu kommen Steuervorteile: Reine E-Fahrzeuge, die bis zum 31.12.2020 erstmals zugelassen werden, sind zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit. Plug-in-Hybride profitieren nicht von diesem Steuervorteil. Dienstfahrzeuge, E-Autos und Plug-in-Hybride, werden pauschal nur mit 0,5 Prozent des Listenpreises versteuert (statt 1 Prozent). Auch müssen Arbeitnehmer das Laden von Elektroautos beim Arbeitgeber nicht als geldwerten Vorteil versteuern.

copyright BPF Best Practice Forum GmbH

Unsere Empfehlung

Partner

ROSIER Holding GmbH

Heinrich Rosier
Fröndenberger Straße 146
58706 Menden

Fon: 0 23 73 / 171-01
Fax: 0 23 73 / 171-108

ROSIER Holding GmbH

Drucken