Geldanlage in Corona-Zeiten

Inflation oder Deflation

© frender - stock.adobe

Geldanleger in Deutschland sind aktuell verunsichert. Wohin führen die Corona-Krise und die gigantischen Rettungspakete der Bundesregierung? Kommt es zu einer Inflation oder eher zu einer Deflation? Ist die spektakuläre Pleite von Wirecard eine Ausnahme oder Vorbote größerer Verwerfungen an den Börsen? Analysieren Sie die Situation genau, gerne mit uns.

Inflation oder Deflation?

In den vergangenen Jahren waren in Deutschland nicht nur die Zinssätze, sondern auch die Inflationsraten niedrig. Doch die Preise könnten in Corona-Zeiten wieder steigen. Im Juni haben sich die Preise nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um 0,9 Prozent erhöht. Erwartet haben Ökonomen nur 0,6 Prozent. Während die Energiepreise sanken verteuerten sich z. B. Lebensmittel um 4,4 % und Dienstleistungen (z. B. Restaurants und Friseure) um 1,4 Prozent. Für einen weiteren Anstieg spricht die enorm gestiegene Geldmenge. Die Zentralbanken fluten die Märkte mit Geld durch den Kauf von Anleihen und die Regierungen durch massive Konjunkturprogramme.

Ob die Preise tatsächlich steigen, hängt vom Verhalten der Unternehmen und Verbraucher ab. Die Unsicherheit und zunehmende Arbeitslosigkeit könnten zum Horten des Geldes führen. Auf Konsum und Investitionen wird dann verzichtet. Der berühmte Ökonom und Verfechter von Staatsinterventionen John Maynard Keynes hat in diesem Zusammenhang von einer Liquiditäts- und Investitionsfalle gesprochen. Da ist viel Psychologie im Spiel.

Mit Sachwerten auf der sicheren Seite

Auf der sichereren Seite sind Sie mit Sachwerten. Sie bieten gewissen Inflationsschutz. Neben Gold, dessen Preis im Moment sehr hoch ist, und Kunstwerken, die große Kenntnisse und eine Liebhaberschaft erfordern, gehören drei Anlagearten zu den Klassikern:

  • Immobilien: Eigentumswohnungen und Häuser gehören zu den Klassikern und beliebtesten Anlageformen. Die Immobilienpreise sind in Deutschland vor allem in Großstädten und attraktiven Lagen stark gestiegen. Auch das Angebot an guten Gebrauchtimmobilien bleibt trotz Corona-Krise bisher knapp. Immobilien als Geldanlage und Altersversorgung haben die Vorteile, dass sie in guter Lage wertbeständig sind, steuerliche Vorteile bieten  können und verständlich sind. Man kann sie gestalten und hat Einfluss auf die Mieter. Wer sich nicht selber um eine Immobilie kümmern und sich mit seinen Mietern auseinandersetzen möchte, hat die Möglichkeit, Teileigentum an einem professionell gemanagten Immobilienfonds zu erwerben.
  • Aktien: Aktien bieten über einen langen Zeitraum gesehen die höchsten Renditen. Die Durchschnittsrendite aus Dividenden und Wertsteigerungen beträgt über einen Zeitraum von 30 Jahren rund acht Prozent. Aktien sind aber vor allem bei kurzen Halteperioden eher spekulativ und risikoreich. Außerdem erfordert das aktive Managen des eigenen Aktienportfolios Zeit und Erfahrungen. Pleiten wie aktuell bei Wirecard gehören zum Risiko und können durch eine breite Diversifikation gemildert werden.
  • Aktienfonds: Eine gute Risikostreuung erreichen Sie auch durch Aktienfonds, bei denen Sie Eigentum an einem Sondervermögen erwerben und damit indirekt in Aktien investieren. Die Anlageentscheidungen treffen Profis, so dass Sie wertvolle Zeit sparen. Fonds gibt es in einer Vielzahl von Varianten. Sie sind börsennotiert und können börsentäglich verkauft werden. Eine besondere Variante sind Indexfonds (ETFs – Exchange Trading Funds), bei denen das Sondervermögen immer aus dem Durchschnitt eines Aktienindex besteht. Man spricht daher von einem passiven Fondsmanagement. Je nach Anlageziel und Risikoneigung können Sie aus vielen weltweiten Indices wählen.

Sprechen Sie unsere Experten für Geldanlage und Vermögensmanagement gerne an. Wir beraten Sie gerne und entwickeln mit Ihnen eine individuelle Anlagestrategie.

Märkische Bank eG

Achim Hahn
Bahnhofstr. 21
59095 Hagen

Fon: 02331-209-171
Fax: 02331-209-191

Märkische Bank eG

Weitere Themen:

Wir für Sie

Märkische Bank eG
Finanzierung, Geldanlage, Versicherungen in Hagen und Südwestfalen

Jetzt Netzwerkpartner werden!

Branchenbucheintrag auf mittelstand-südwestfalen.de und unbegrenzte Mediathek-Nutzung von Best Practice Digital mit vier gleichzeitigen Logins. Zwei neue Online-Kurzseminare pro Monat mit Checklisten. 150 Best-Practice-Beispiele p.a. zum Lesen.

Jetzt buchen!

Auch interessant

Empfehlung | Märkische Bank eG

Immobilienmarkt aktuell