Erfolgsfaktoren für den Mittelstand

Unternehmensnachfolge

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Die Klärung der Unternehmensnachfolge ist eine zentrale strategische Aufgabe, die leider von vielen immer noch unterschätzt oder verdrängt wird. In Deutschland gibt es rund 3,4 Millionen Familienunternehmen. Wichtig ist daher, sich früh mit der strategischen, finanziellen und rechtlichen Gestaltung der Nachfolge zu beschäftigen, damit es beim plötzlichen Tod oder bei schwerer Krankheit nicht zu einer unvorbereiteten Notsituation kommt. Dazu gehört auch ein Notfallordner, woraus alle wichtigen Dinge zum Fortführen des Unternehmens hervorgehen. Sprechen Sie unsere Firmenkundenbetreuer gerne darauf an.

Erfolgsfaktoren der Unternehmensnachfolge

Zunächst ist zu entscheiden, ob eine Nachfolge innerhalb der Familie oder über externe Lösungen erfolgen soll. Wenn Kinder oder andere Familienangehörige da sind, müssen die auch nachfolgen wollen und können. Wichtig ist daher ein möglichst früher Beginn der Nachfolgesuche und ein offener und ehrlicher Umgang damit in der Familie. Die eigene Nachfolge frühzeitig zu initiieren, fällt vielen schwer. Das Thema ist meist stark emotional besetzt. Es geht schließlich um das eigene Lebenswerk. Senioren müssen final auch loslassen und sich eine neue Lebensaufgabe suchen. Wer sich nicht vollständig aus dem Geschäft verabschieden will, kann dem Familienunternehmen z. B. noch als Beirat verbunden bleiben.

Beginn der Nachfolgesuche

Von der Konzeption bis zur Übertragung können drei bis zehn Jahre vergehen. Die konkrete operative Überleitung sollte mindestens 12 Monate vorher beginnen. Daher ist ein Beginn der Nachfolgeplanung im Alter von rund 50 Jahren zu empfehlen. Dann ist noch genügend Zeit, um auch mögliche erbrechtliche und steuerliche Gestaltungsspielräume auszunutzen.

Strategische Nachfolgeoptionen

Generell gibt es zwei Modelle. Beim sogenannten Kronprinzenmodell wird nur eine Person aus dem Familienkreis nachfolgen. Beim Textilhersteller Trigema zum Beispiel verfolgt der Inhaber Wolfgang Grupp offenbar dieses Prinzip. Er lässt seine beiden Kinder in führenden Positionen im Unternehmen in einer Art Wettbewerb arbeiten und entscheidet sich dann in nächster Zeit für die aus seiner Sicht beste Lösung. Die nicht zum Zuge kommenden Familienangehörigen sollten dann finanziell anderweitig entschädigt werden. Beim sogenannten Stammesprinzip werden dagegen alle relevanten Familienzweige sinnvoll eingebunden. Es gibt auch viele Lösungen in den Zwischenbereichen. Auch Stiftungen können eine Wahl sein.

Externe Nachfolgelösungen

Etwa in 50 Prozent aller Nachfolgefälle gibt es externe Lösungen. So können geeignete Führungskräfte aus dem Unternehmen, die auch das Vertrauen der Firmeninhaber genießen, in einem Management-Buy-Out (MBO) oder Externe in einem Management-Buy-In (MBI) die Nachfolge antreten. Ist auch das nicht möglich, bietet sich der Verkauf des Unternehmens an Wettbewerber oder Investoren an.

Unsere Finanzexperten beraten Sie gerne und haben gute Kontakte zu weiteren Spezialisten für Steuer-, Erb- und Gesellschaftsrecht.

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