Fristverlängerung bis Ende April 2016

Energieauditpflicht

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Nach der Novellierung des Energiedienstleistungsgesetzes (EDL-G) waren alle größeren Unternehmen mit mehr als 249 Mitarbeiter oder einem jährlichen Umsatz von mehr als 50 Mio. € und eine Bilanzsumme von über 43 Mio. € ursprünglich bis zum 5. Dezember 2015 verpflichtet, ein Energieaudit durchzuführen, das danach mindestens alle vier Jahre wiederholt werden muss.
Aktueller Stand

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat nach Ablauf der ersten Frist nun eine Bilanz gezogen und die Frist verlängert:

Trotz des engen Zeitrahmens haben sich die meisten Unternehmen der Herausforderung gestellt und sehen in Energieaudits einen Mehrwert für das eigene Unternehmen und die Verbesserung der Energieeffizienz.

Einige Unternehmen haben sich für die alternative Möglichkeit der Einführung eines Energiemanagementsystems entschieden. Es befreit von der Pflicht der Energieaudits und muss erst Ende 2016 erfolgreich umgesetzt sein. Der Unterschied zum Energieaudit liegt vor allem darin, dass es sich beim Energiemanagementsystem um ein kontinuierlich zu überwachendes Prozesssystem handelt.

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), welches mit dem Vollzug beauftragt ist, hat Anfang des Jahres 2016 mit der Einleitung von Stichprobenkontrollen zur Überprüfung der Einhaltung der Auditpflicht begonnen.

Unternehmen, die ihr Energieaudit nicht fristgerecht bis zum 5. Dezember 2015 abschließen konnten und die Gründe hierfür gegenüber dem BAFA glaubhaft darlegen können, müssen in der Regel nicht mit einem Bußgeld rechnen. Denn das Energiedienstleistungsgesetz sanktioniert nur das verschuldete Fristversäumnis.

Allerdings werden die Ermessungsspielräume des BAFA umso geringer, je länger die Frist überschritten ist. Wer bis Ende April 2016 kein Energieaudit nachweisen kann, wird sich in der Regel nicht mehr auf einen objektiven Hinderungsgrund berufen können.

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