EEG-Novelle 2016 - erneuerbare Energien im Wettbewerb

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Die Entwicklung des Erneuerbaren-Energie-Gesetzes (EEG) geht in die nächste Phase. Die am 8. Juni 2016 von der Bundesregierung beschlossene EEG-Novelle 2016 soll ab 1. Januar 2017 gelten. Das novellierte EEG stellt einen Paradigmenwechsel dar. Denn die Vergütung für Betreiber Erneuerbarer-Energien-Anlagen wird dann nicht mehr staatlich festgelegt, sondern durch Ausschreibungen am Markt ermittelt Das soll dazu beitragen, dass die Energiewende bezahlbar bleibt.
Ziele des neuen Ausschreibungsmodells

  • Kostensenkung: Ausschreibungen sollen den Wettbewerb zwischen Anlagenbetreibern intensivieren und die Ausbaukosten gering gehalten.
  • Planbarkeit: Durch Ausschreibungen soll der im EEG 2014 festgelegte Ausbau der erneuerbaren Energien besser gesteuert werden.
  • Vielfalt: Die Struktur der Anlagenbetreiber soll vielfältig bleiben. Alle Akteure, auch kleine Unternehmen und Genossenschaften, erhalten Chancen am Markt zu partizipieren, z. B. durch eine Ausschreibungsbefreiung bei Photovoltaik-Anlagen unter 750 kW.

Kerninhalte der EEG-Reform

Ausgeschrieben werden ab 2017 die Förderungen für Windenergie an Land sowie auf See, Photovoltaik und Biomasse. Für jede dieser Sparten gibt das Gesetz sogenannte Ausbaukorridore vor, in dem es Ausschreibungsmengen für die einzelnen Formen der Erzeugung aus Erneuerbaren vorgibt.

  • Windenergie an Land (Onshore): Zwischen 2017 und 2019 sollen 2.800 MW brutto pro Jahr ausgeschrieben werden. Danach erhöht sich die Ausschreibungsmenge auf 2.900 MW brutto pro Jahr. Der bisherige Ausbaupfad wurde in den letzten zwei Jahren wegen des übermäßig starken Windausbaus überschritten.
  • Windenergie auf See (Offshore): Das EEG 2016 sieht ein Ausbauziel von insgesamt 6.500 MW für das Jahr 2020 und von 15.000 MW für das Jahr 2030 vor. Das Ziel für 2020 wird voraussichtlich bereits um bis zu 1.200 MW überschritten. Um auf einen kontinuierlichen Ausbaupfad zu kommen, werden die Ausschreibungsmengen mit jährlichen 730 MW gleichmäßig auf die Jahre 2021 bis 2030 verteilt.
  • Photovoltaik (PV): Hier werden 600 MW pro Jahr ausgeschrieben. Neben Freiflächen werden nun auch andere große PV-Anlagen ab 750 kW einbezogen.
  • Biomasse: Das Ausschreibungsvolumen für neue und bestehende Biomasseanlagen beträgt zwischen 2017 und 2019 jährlich 150 MW und für die Jahre 2020 bis 2022 jährlich 200 MW. Die Ausschreibungsmengen ab 2023 werden bei der nächsten Novelle des EEG festgelegt.

Wasserkraft und Geothermie werden jedoch nicht ausgeschrieben. Für bis Ende 2016 genehmigte bzw. in Bau befindliche Erneuerbare-Energien-Anlagen gibt es spartenabhängige Übergangsregelungen.

Quelle: https://www.bmwi.de

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